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Bauchdeckenstraffung

 OP-Dauer:   4h je nach individuellem Befund
 Narkosevariante: Vollnarkose, Dämmerschlaf
 Klinikaufenthalt: 0-1 Tag
 Nach der OP: Intensive Genesungsphase 2 Wochen, Sport & schwere körperliche Belastund nach 6 Wochen


Mit der operativen Bauchdeckenstraffung können Haut und Fettgewebeüberschüsse entfernt werden.
Falls erforderlich, lassen sich gleichzeitig die Bauchmuskeln straffen, Narben am Unterbauch (z.B. nach Kaiserschnitt oder früheren Eingriffen) entfernen und Bauchwandbrüche (Hernien) verschließen. Ist bereits vor dem Eingriff erkennbar, dass ein Bauchwandbruch verschlossen werden muss, werden wir diesen Teil der Operation gesondert mit Ihnen besprechen.
Eine Bauchdeckenstraffung ist sinnvoll, wenn die elastischen Fasern der Haut zerstört sind und der zu große Hautmantel dadurch überhängt (z.B. nach einer Schwangerschaft oder starker Gewichtsabnahme). Bei ausgeprägter Dickleibigkeit ist eine Bauchdeckenstraffung meist nicht möglich. Unter bestimmten Voraussetzungen kann sie durchgeführt werden, wenn die Bauchdecke vorher durch eine Fettabsaugung ausgedünnt wurde. Kommt ein solcher Zusatzeingriff bei Ihnen in Betracht, werden Sie darüber gesondert aufgeklärt.

 

Operatives Vorgehen
Der Eingriff wird in aller Regel in Narkose (Allgemeinanästhesie) durchgeführt.
Es sind verschiedene Schnittführungen möglich:

  • waagerechter Schnitt an der Obergrenze der Schambehaarung
    (vgl. Abb. 1a)
  • w-förmiger Schnitt (vgl. Abb. 1b)
  • ankerförmiger Schnitt (vgl. Abb. 2).
Bauchdeckenstraffung   Bauchdeckenstraffung
Abb. 1: a) waagerechter Schnitt
b) w-förmiger Schnitt
  Abb. 2: ankerförmiger Schnitt

Welche Schnittführung sich bei Ihnen am besten eignet, hängt von Art und Größe des Hautüberschusses ab. Der Arzt wird die vorgesehene Schnittführung mit Ihnen besprechen.
Die Bauchhaut wird dann zusammen mit dem darunterliegenden Fettgewebe von der Muskulatur abgetrennt und herabgezogen; der Überschuss wird entfernt. In dieser Phase der Operation können auch Korrekturen der muskulären Bauchdecke durchgeführt werden. Bei ausgeprägtem Hautüberschuss muss der Nabel umschnitten und versetzt werden. Ist der Verschluss eventuell vorhandener Bauchwandbrüche (Hernien) vorgesehen, so werden Sie darüber gesondert aufgeklärt. Vor dem Vernähen der Wunde werden meist für einige Tage eine oder mehrere Saugdrainagen eingelegt, um Blut und Wundsekret abzuleiten. Ein Kompressionsverband wird angelegt, um Schwellungen und Schmerzen zu vermindern und gleichzeitig ein Anmodellieren der Haut zu bewirken.

 

Behandlungserfolg
Das Operationsergebnis und dessen Beständigkeit hängen vom Eingriff, von der Nachbehandlung, Ihrem eigenen Verhalten, aber auch von Ihrem Allgemeinzustand, Ihrer Hautbeschaffenheit, Ihrem Alter und Gewicht sowie von hormonellen Einflüssen ab. Da sich Gewebereaktionen nie genau vorhersagen lassen, kann es trotz aller Sorgfalt nach der Wundheilung zu leichten Asymmetrien kommen. Gelegentlich verbleiben an den Narbenenden Gewebeüberschüsse, die eine Nachkorrektur wünschenswert machen.