Brustverkleinerung / Bruststraffung

 

OP-Dauer:  3-4h je nach individuellem Befund
Narkosevariante: Vollnarkose
Klinikaufenthalt: 0-1 Tage
Nach der OP: Intensive Genesungsphase 2 Wochen, Sport & schwere körperliche Belastung nach 6 Wochen

 

Sie wünschen eine operative Verkleinerung bzw. Straffung Ihrer Brust. Je nach Ausgangssituation erfolgt lediglich eine Verkleinerung, eine Verkleinerung mit zusätzlicher Straffung oder nur eine Straffung. Ihre Entscheidung für oder gegen den dazu erforderlichen Eingriff setzt voraus, dass Sie über Operationsverfahren sowie über die Risiken und möglichen nachteiligen Folgen informiert sind. Bitte lesen Sie diesen Aufklärungsbogen sorgfältig, bevor Sie die Einzelheiten mit der Ärztin/dem Arzt besprechen.

 

Was geschieht bei der Operation?
Ziel der Operation ist es, eine ästhetische und natürliche äußere Form und Größe der Brust zu erzielen. Eine Brustverkleinerung kann auch medizinisch angezeigt sein, z.B. wenn große Brüste zu Fehlhaltungen und/oder Hautschäden geführt haben. Die Brüste werden vor dem Eingriff genau vermessen, die vorgesehene Schnittführung wird auf der Haut angezeichnet.
Der Eingriff wird in Narkose (Allgemeinanästhesie) durchgeführt.

 

Brustverkleinerung

Abb. 1: Vertikale Schnittführung

 

Vertikale Schnittführung (Abb.1)

Bei den sogenannten narbenarmen (vertikalen) Techniken wird die Brust über einen Schnitt um den Warzenhof (der dabei in der Regel verkleinert wird) und einen senkrechten, vom Warzenhof zur Brustumschlagfalte verlaufenden Schnitt gestrafft. Die überschüssige Haut wird entlang des senkrechten Schnittes gerafft und entfernt. Bei ausgeprägterem Hautüberschuss kann der senkrechte Schnitt in der Umschlagfalte entweder seitlich auslaufen oder erst unterhalb der Brustumschlagfalte enden.

Diese Methode kann mit einer Fettabsaugung der Brüste kombiniert werden. Bei den meisten narbenarmen Techniken ist die endgültige Form der Brüste nach der Operation noch nicht unmittelbar erkennbar. Das endgültige Ergebnis zeigt sich oft erst nach einigen Monaten. Der Drüsenkörper wird auf der Brustwand so fixiert, dass die Brüste zunächst sehr hoch sitzen. Sie senken sich in den Wochen nach der Operation von selbst. Dieser Vorgang kann bei manchen Patientinnen etwas länger dauern.

 

brustverkleinerung_skizze

Abb. 2: T-Schnitt

 

T-Schnitt (Abb. 2)

Bei der T-Schnitt-Technik werden die Schnitte um den Warzenhof und in die Brustumschlagfalte gelegt und durch einen senkrechten Schnitt verbunden. Der waagerecht, in der Brustumschlagfalte verlaufende Schnitt reicht nach innen nur selten bis zum Brustbein oder darüber hinaus, nach außen endet er unterhalb der Achselhöhle. Bei dieser Methode ist die endgültige Form der Brust bereits nach dem Rückgang der Schwellung zu erkennen.

Bei beiden Techniken müssen die Brustwarzen nach oben verlagert werden. Um die Durchblutung der Brustwarze zu erhalten, muss sie zusammen mit Drüsengewebe verschoben werden. Bei sehr großen Brüsten kann es notwendig werden, die Brustwarze vollständig abzulösen. Sie wird dann nach Verkleinerung der Brust als freies Transplantat zurückverpflanzt. Bei diesem Eingriff kann die Stillfähigkeit nicht erhalten werden, auch ist die Berührungsempfindlichkeit der Brustwarze auf Dauer deutlich herabgesetzt. Ihre Ärztin / Ihr Arzt wird Sie beraten, welche Technik für Sie geeignet ist.

 

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